Category Archives: Reise 3 .. SAKURA

Ich versuche die Kirschblüte zu treffen. Kniffelig bei einer Dauer von 2 Wochen mit einer Toleranz von mehreren Wochen. Die Planung läuft ja Wochen bevor das DAtum für die Kirschblüte eingegrenzt wird.

Hamburg und der Jetlag-trick

In Hamburg beim Check-in gleich der erste Fehler: mein Gepäck schafft es nur bis Kopenhagen. Tipfehler am Auto-check-in. 2006 hat die Fluggesellschaft mein Gepäck verbummelt. Dieses mal schaffe ich das ganz alleine. Super.

Der Flug nach Dänemark findet mit einer 50-Passagiere-Propellermaschine statt. In Kopenhagen dann im Rekordtempo den Koffer eingesammeln und wieder eingechecken. Das geht nur Dank zwei dänischer Polizisten, denen ich das Problem erklärte. Gut bewacht geht es mit dem Koffer aus der Sicherheitszone, am Zoll vorbei, zu einem leeren Checkin-Counter. Ich darf nichts anfassen. Der Koffer wird wieder eingecheckt. Danach – ich darf immer noch nichts anfassen — geht es durch eine Nicht-Touristen-Sicherheitsschleuse zurück in den Sicherheitsbereich. Alles in knapp 30 Minuten. Ein nachträgliches Danke an die beiden Polizisten. Es bleibt sogar Zeit für einen Burger; bezahlt mit Kreditkarte.

Der Jetlag-Trick

Der Flug selbst ist langweilig. Die Filme kenne ich schon. Aber schlafen ist nicht gut. Hier die Idee: 11 Stunden Flug plus 7 Stunden Zeitversatz. Schläft man während des Fluges, landet man um 15 Uhr in Tokyo und ist gerade wach geworden. 7 Stunden später schon wieder zu Bett gehen? Das ist Jetlag. Mein Ansatz: die Nacht durchmachen, übermüdet um 15 Uhr in landen, sich bis 22 Uhr durchkämpfen und dann ins Bett fallen. Nach 10 Stunden Schlaf am nächsten Morgen um 8 Uhr aus dem Bett federn. Hat die letzten beiden letzten Male gut geklappt. Nur dieses mal ist es kein Übernachtflug. Ich lande um 8 Uhr morgens. Das wird ein sehr, sehr langer Tag.

Advertisements

Warten auf das Taxi

Der Flug liegt sehr ungünstig. Das Taxi ist für 7:20 bestellt. Das heißt früh aufstehen. Und das mir. Um 23 Uhr bemerke ich, daß ich die Zurrbänder und den Trolley für den Koffer in der Firma gelassen habe. Also noch mal aufs Fahrrad. Ein schneller Blick ins Internet. Nein. Keine Antwort von Hotel.

01:00 … Es gibt einen neuen Plan. Ich mache die Nacht durch. Gegen 6 Uhr hätte eh der Wecker geklingelt … 02:30 … Wieder zurück packe ich den Koffer noch mal und noch mal. 20kg sind ein fieses Limit, wenn man 4 Wochen fliegt. Ich beschließe, daß es gut ist. Auf zum Wurstmaxen. Ich brauche Kaffee … 03:15 … Auf zum Baxter. Irgendwie muß ich über den toten Punkt … 04:15 … Letzte Korrekturen am Handgepäck … 04:45 … Kurze Kontrolle meiner Augenlider von innen und Zack … 06:00 … WECKER … 07:00 … geduscht warte ich auf das Taxi … 07:20 … pünktlich geht es zum Traveliner … 07:45 … Abfahrt desselbigen … 07:47 … Überlege, ob ich die Tür zugemacht habe.

Nicht gut. Ich weiß, daß ich alle Sicherungen ausgelöst habe, das Haus strom-, gas- und wasserlos ist. Ich habe die Koffer zum Taxi getragen; die Fenster kontrolliert. Die Tür ……. Amnesie? Alzheimer? Ich weiß es nicht. Was tun? Ich rufe die Polizei an, erkläre mein Problem. Man verspricht Hilfe. Es reicht ja schon, wenn sie im Fall der Fälle die Tür ins Schloß ziehen.

Letzte Vorbereitungen

Es ist Montag. In zwei Tagen geht es los. Die vorletzte(!) Hotelbestätigung trifft ein. Jetzt fehlt nur noch Morioka. Um ein wenig Onsen zu haben, suche ich gezielt in Tsunagi Onsen, einem Ort im Iwate-Gebirge. Hoffentlich kommt da bald eine Rückmeldung. Die Kirschblüte ist in Tokyo bereits in vollem Gang. Ich kriege also nur Reste. Besser als gar nichts, trotzdem ärgerlich.

Bereits jetzt läßt sich sagen, daß dies die mit Abstand unvorbereiteste Reise ist. Kein Zettel mit Tagesplan, Notfallplänen oder sonst irgendwas. Ob das gut geht?

Fast ein Plan

Die Eckdaten stehen; die Hotels noch lange nicht. Gestartet wird wie immer in Tokyo, Hotel Edoya. Aber gerade jener Fixpunkt der vorherigen Reisen hat kein Zimmer frei. Kirschblüte. Was hatte ich erwartet.

Die Reise geht dann nach Nagoya. Hier war ich 2004 als Zwischenstop beim Hotelwechsel. Von diesem Basislager aus sind Reisen nach Ise, Toba und Gifu geplant. In Nagoya verlasse ich die Shinkansenstrecke und es geht nach Hida-Takayama zum ersten Matsuri. Gleich nach dem Matsuri erfolgt der Wechsel nach Nikko, wo das nächste Matsuri startet. Der Wechsel ist aufwendig und wird fast den ganzen Tag in Anspruch nehmen.

Anschließend wird es ruhiger: Sendai. Ein Tagesausflug nach Matsushima ist obligatorisch. Ob ich es auch bis Ishinomaki (Manga Island) schaffe, muß ich googeln. Eine Insel in der Nähe verspricht ideale Wanderbedingungen. Das ist aber wegen der langen Fährüberfahrt zu besagter Insel sehr spekulativ. Der nördlichste Punkt wird Morioka, um die Kirschblüte einzuholen, falls ich sie in Tokyo verpaßt habe.  Pläne für die einzelnen Tage habe ich noch nicht. Hotels schon gar nicht. Also: Fast ein Plan.

Wie immer

Wie immer habe ich zu spät angefangen. Es ist der 12. März und ich habe den Flug für den 2. April gebucht. Jetzt habe ich drei Wochen für JRP, Hotels, und eine Reiseroute.

Es wird wie immer in Streß ausarten, obwohl ich dieses mal eine gute Ausrede habe: die Kirschblüte. Es ist kniffelig sie zu treffen. Sie dauert eine Woche, höchstens zwei. Wann das sein wird, hängt ganz von der Wetterlage ab. In den letzten Wochen wurde der Termin mehrmals korrgiert, aber irgendwann muß ich buchen.

Neben der Kirschblüte gibt es noch zwei weitere Punkte auf meiner Liste: das Takayama Matsuri und das Nikko Matsuri. In Takayama war ich 2006 und habe die Festwagen gesehen; im Museum. Auch sonst ist der Ort definitiv eine zweite Reise wert. In Nikko war ich 2004 auf meiner ersten Reise. Damals  habe ich mich total im Zugplan verzettelt. Am Ende blieben mir 3 Stunden für Fotos. Hier gibt es Nachholbedarf.