2012_5

Die Hotels 2012 (chronologisch) – Teil 2

Ryokan Hanaya / 波 奈 屋 旅 館
1811 Tsumago-juku, Nagiso, Kiso-gun, Nagano, 399-5308 Japan

hotel-hanaya.isomura@nifty.com / P: +81.264.57.3106 / F: +81.264.57.4084

Das Ryokan war wegen seiner Lage nicht meine erste Wahl. Ich wollte eigentlich in Magome übernachten. Da alles ausgebucht war, bin ich nach Tsumago ausgewichen. Auch hier war es wegen seiner Lage außerhalb, nicht meine erste Wahl. Aber ich hatte ein so ein Gefühl. Das wurde dann auch nicht enttäuscht.

Das Gebäude ist etwas verwinkelt, da es immer wieder ergänzt wurde. Mein Zimmer lag im Neubau. Ein ausreichend großer Tatamiraum, allerdings ohne Bad und WC. Toiletten waren auf dem Flur, das Onsen im Erdgeschoß. Das Personal ist wie so oft in Japan sehr hilfsbereit. Mein Dank an den Ryokanbesitzer ist dennoch angebracht, da meine ungewollte Anreise um Mitternacht weit außerhalb dessen war, was üblich und akzeptabel ist.

Die Umgebung: Das Hanaya liegt etwas außerhalb von Tsumago am Nakasendo. In der direkten Umgebung ist also nichts sehenswertes. Nach Tsumago sind es 15 Minuten. Die Lage ist dennoch günstig, wenn man nach einem Besuch in Tsumago dem Nakasendo nach Magome folgen will. Man kann im Ryokan Proviant aufnehmen und Souveniers deponieren.

Anreise: Nach Tsumago gelangt man nur mit dem Bus. Einige Busse fahren nach Magome weiter. Diese Busse zwischen Tsumago und Magome stoppen nahe des Ryokans. Ohne Bus empfehle ich ein Taxi. Der Weg ist bergauf und nicht gerade kurz. Wenn Schnee und Eis liegen, ist es fast unmöglich die Strecke mit Koffern zu laufen. Wer es trotzdem probieren will: Man muß komplett durch Tsumago hindurch und der Straße aus dem Dorf heraus bis zur 256, dann links. Nach etwa 500m geht rechts die 7 ab. Ihr folgt man über die Brücke. Das Hanaya ist das erste Gebäude auf der rechten Seite.

Hotel Edoya (Tokyo) / ホ テ ル 江 戸 屋:
3-20-3 Yushima, Bunkyo-ku, Tokyo, 113-0034 Japan
reserve@hoteledoya.com / P: +81.3.3833.8751 / F: +81.3.3833.8759

Jetzt ist es offiziell: Hotel Edoya ist mein zweites Zuhause. Wie bei allen Reisen zuvor, checkte ich in Tokyo wieder im Hotel Edoya ein; wieder Zimmer 307. Für alle Details verweise ich, wie so oft, auf meine allererste gebloggte Reise 2010. An dieser Stelle möchte ich daher dem Personal von Hotel Edoya danken. Auf jeder Reise haben sie mir Tipps gegeben, die zu einem Highlight der Reise wurden.

  • 2004: Schreintafel vom Yushima Tenmangu / Hilfe während der “Bargeldkrise”
  • 2008: Nezu Shrine zur Azaleenblüte / meine Kendorüstung
  • 2010: Tanzfest Koenji-Awa-Odori
  • 2012: Neujahrsfest im Kane-ji

Mein Tip an alle Japanreisende ist: Bucht kleine Ryokans und fragt das Personal nach Dingen, die man tun kann. Fragt nach kleinen Izakayas für ein Bier und Restaurants. Die Antworten stehen nicht immer im Reiseführer, sind aber immer Gold wert.

Uematsuya / 上 松 屋 旅 館
1628 Bessho Onsen, Ueda, Nagano, 386-1431 Japan
info@uematsuya.com / P: +81.268.38.2300 / F: +81.268.38.8501

Es ist ein typischen mittelgroßen Onsen-Ryokan der mittleren Preisklasse. Es ist ein modernes Gebäude aus Beton mit allen zugehörigen Annehmlichkeiten wie halbwegs beheizte Flure. Abendessen und Frühstück werden traditionell und in einem Tatamiraum serviert. Ich hatte das Glück eines Neujahrsfrühstücks, das etwas umfangreicher ist. Mein Zimmer war ein Tatamiraum in 6F. Das Onsen war in 4F und ein paar Flure entfernt. Wie so oft war das Innnenbecken sehr heiß, sodaß ich gleich in das Rotenburo wechselte.

Die Umgebung: Bessho-onsen ist nicht sehr groß. Fast gegenüber des Ryokan gibt es ein Public Onsen. Daneben liegt einer der drei Tempel von Bessho. Die anderen Tempel und Public Onsen liegen in bequemer Fußreichweite. Für Bessho braucht man 2 Stunden, den Rest der Zeit kann man “onsen”.

Anreise: Der Zug nach Bessho Onsen ist nicht Japan Rail; der JRP ist nicht gültig. Vom Bahnhof aus folgt man der Hauptstraße quer durch das Dorf. Die Straße ist etwa 800m lang und führt leicht bergauf. Man kommt am Tempel vorbei und sieht dann links das Public Onsen. Das Uematsuya ist auf der rechten Seite. Achtet auf die Kanji der Hotels. Man läuft schnell daran vorbei.

Kiyoshigekan / 清 重 館 旅 館
280-4 Kusatsu-machi, Agatsuma, Gunma, 377-1711 Japan
info@kusatsuspa.com / P: +81.279.88.2272 / F: +81.279.88.5032

Das Roykan ist ein typisches Onsen-Ryokan. Für Frühstück und Abendessen gibt es einen großen Speisesaal. Man kann wahlweise am dem Boden oder am Tisch speisen. Das von mir gebuchte Zimmer war japanese-style (Tatami) mit Toilette aber ohne Dusche; man geht zum Baden eh ins Onsen. Es gibt ein Public Onsen mit Rotenburo, sowie ein Private Onsen und ein Private Rotenburo. Nach 20 Uhr können sogar die Public in ein Private Onsen gewandelt werden. Das Wasser im Innenbecken war für mich eine Stufe zu heiß. Das Außenbecken hatte dank der -8°C Lufttemperatur eine gemütlichere Temperatur.

Die Umgebung: Das Ryokan liegt am Rand von Kusatsu. Bis zum Stadtzentrum sind es 10-15 Fußminuten. Das Ryokan liegt sehr ruhig in einer Nebenstraße zwischen Wohnhäusern. Etwas unglücklich ist, daß alle Attraktionen in der Stadtmitte und auf der anderen Stadtseite liegen.

Anreise: Das Busdepot liegt an einer Hauptstraße ihr folgt man Richtung Osten bis sie an der 292 endet. Man biegt links ab. Es geht etwa 400m bergab. Links kommt ein Supermarkt. Kurz dahinter zweigt eine Straße nach rechts ab. Hier steht auch ein Schild mit dem Hinweis auf das Ryokan. Es geht bergauf und dann nach rechts. Zum Ryokan biegt man die zweite Abzweigung nach links ab. Insgesamt sind es 900m.

Richmond Hotel Narita / リ ッ チ モ ン ド ホ テ ル 成 田
970 Hanasaki-cho, Narita, Chiba, 286-0033 Japan
P: +81.476.24.6660 / F: +81.476.24.6661

Letzte Station der Reise war ein Hotel. Business Hotels sind in Japan immer günstiger als Ryokans und die letzte Station sollte nahe am Flughafen sein. Das Richmond liegt 8 Minuten Fußweg entfernt von Narita Station.

Das Richmond ist ein Business Hotel. Man bekommt somit ein Zimmer im westlichen Stil, Frühstücksbuffet und eine kleine Bar am Abend. Im Hotel ist alles funktional: Das kleine Restaurant dient morgens fürs Frühstrücksbuffet und nachts bar. Die Zimmer sind ebenfalls kompakt, funktional und modern eingerichtet. Ein Netzwerkanschluß ist am Schreibtisch verfügbar. Das Badezimmer ist eines dieser alles-in-einem-Würfel aus Kunststoff. Mehr braucht man nicht. Man kann das Checkin per Kreditkarte an einem Terminal in der Lobby durchführen. Bei Zahlung im Voraus reduziert sich das Check-out auf die Rückgabe der Schlüsselkarte.

Umgebung: Naritas Sehenswürdigkeiten sind sehr kompakt. Vom Bahnhof führt eine Shoppingstraße zum Tempel. Das Hotel liegt nicht in dieser Straße. Man muß erst die 5 Minuten zurück zum Bahnhof gehen.

Anreise: Vom Bahnhof führt eine Straße parallel zur Bahnstrecke bergab und dann unter der Bahnstrecke hindurch auf die andere Seite der Gleise. Das Richmond sieht man hinter der nächsten Kreuzung.

Hinweis zu Ryokans im Winter:

Die Flure sind nicht geheizt. Bei allen Ryokans, die ich besucht habe, war es außerhalb der Zimmer relativ kalt. Die Flure haben keine Heizung und die Häuser eine Einfachverglasung. Entsprechend frisch wird es im Winter. Das ist in Japan völlig normal. Man sollte es nur vorher wissen. Gleiches gilt auch für das Badezimmer. Der Umkleideraum ist kalt, gemütlich wird es immer erst hinter der Tür zum größe Pool. Wer so etwas nicht mag, sollte einen Bogen um kleine und klassische Ryokans machen.

[english version]

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