Reiseführer – Tohoku

東 北 地 方 (T Ō H O K U)

Tohoku wird gerne übersehen, aber auch hier gibt es im Prinzip ein Pflichtprogramm. Dennoch würde ich bei einem engen Zeitplan Kanto und Kansai bevorzugen, und mir Tohoku für eine spätere Reise aufheben. Dies hätte den Vorteil, daß man noch ein paar Highlights hat und Reise 2 keine “Das-sind-die-Reste”-Tour wird.

Auf der Karte finden sich Nikko, Kashima und Katori. Diese Orte gehören noch zu Kanto. Sie liegen dicht bzw. in Tagesreisedistanz zu Tokyo. Nikko ist ferner Pflicht auf der ersten Reise. Näheres dazu unter dem Reiseführer für Kanto.

JR Trains TohokuMorioka — 1 Tag, muß nicht

Morioka hat ein paar Sehenswürdigkeiten, ich finde aber, daß keine von Ihnen eine Reise rechtfertigt. Es reicht völlig aus, Morioka als Stop zwischen zwei Hotels zu besuchen.

Sendai — KANN, 1 Tag

Sendai hat definitiv Sehenswürdigkeiten, die man bei einem strammen Programm und mit Hilfe des Loopli-Busses an einem Tag schafft. Nach dem Taifun 2011 kann es sein, daß man einiges von der Liste streichen muß. Wählt man Sendai als Basislager sind folgende Tagesausflüge denkbar: Matsushima, Hiraizumi und Kitakami. Wakamatsu ist etwas zu weit weg.

Matsushima — MUSS, 1 Tag

Die Landschaft ist definitiv ein Hingucker. Man sollte auch die Tempel besuchen. Wer in Matsushima übernachten will, kann Sendai zum Tagesausflüg machen. Dennoch empfehle ich Sendai als Basislager, da es durch den Shinkansen günstiger liegt. [mehr …]

Kitakami — muss nicht, 1/2 Tag

Der Ort ist nur wegen seines Freilichtmuseums interessant. Er eignet sich ideal als Zwischenstop, da es an der Shinkansenstrecke liegt.

Hiraizumi — kann, 1 Tag

Hiraizumi hingegen ist schon eher was. Hier kann man einen ganzen Tag verbringen. Nahe am Bahnhof gibt es den Tempel XY. Von hier aus gibt es einen netten Wanderweg den Berg hinauf und durch einen kleinen Wald zum weitläufigen Tempelareal XY. Auf dem Rückweg kann man XY besuchen. Alles in allem eine Rundreise, die bequemst in einem Tag zu schaffen ist. Sogar als Zwischenstop ist Hiraizumi denkbar. Allerdings nur, wenn die Hotels an Shinkansenstrecken und nicht zu weit ausendander liegen, z.B. Tokyo – Sendai.

(Aizu)-Wakamatsu — kann, 1 Tag

Wakamatsu ist nur über Koriyama zu erreichen. Die fahrt mit dem Local dauert. In einem engen Zeitplan sollte dies berücksichtigt werden. Die Stadt bietet unter anderem eine Burg, die während der Kirschblüte ein Kracher ist. Eine alten Samurai-Residenz und ein Pagode mit helixförmiger Treppe runden die Sache ab. Es gibt einen Bus, der einem das Laufen erspart. Alles ist an einem Tag zu schaffen. Auch mit der langen An- und Abreise.

Hinweis: Koriyama liegt verdammt nahe an den Unglücksreaktoren von Fukushima Daiichi. Ich weiß nicht wie es dort um die Strahlenbelastung bestellt ist. Vielleicht sollte man in Koriyama wirklich nur umsteigen und weiter. [mehr …]

Kakunodate — MUSS, 1 Tag

Das Dort besteht entlang einer Straße aus alten Samuraihäusern. Nahezu alle Häuser sind offen für Touristen, teilweise in kleine Museen oder Manufakturen umgebaut. Man kann hier bequem einen Tag verbringen. Man braucht nicht hetzen. — Dieser Ort ist der eventuell der einzige Grund in Morioka zu stoppen. Auch eine Anreise ab Sendai ist denkbar, da der Akita-Shinkansen in Kakunodate stoppt, dauert dann aber lange.

Naruko — muss nicht, 1 Tag

Naruko liegt ziemlich abseits aller Reiserouten und hat dann auch nicht viel zu bieten. Daher nur der Status “muss nicht”. Naruko kann mit drei Dinge aufwarten: Der Narukoschlucht, den Gysier und der kalten Hölle.

Letzteres ist ein kleiner Waldweg mit einem Bach, der von Quellen im Gestein links und rechts des Weges gespeist wird. Aber Vorsicht: Das Wasser ist kochend heiß. Kein Witz. Man verbrennt sich die Finger. Erst im Bach ist kalt und ungefährlich. Das Wasser kommt direkt aus dem heißen Vulkangestein, der auch für den Gysier verantwortlich ist. Daher der Name kalte Hölle. Die Sschlucht ist 2,5km lang. Man kann unten durch die Schlucht wandern. Tip: Plant Naruko im Herbst, wenn die Farben der Blätter das Bild komplett machen.

Hinweis: Seit Anfang 2014 ist die Schlucht gesperrt. [mehr …]

Zu Aomori, Akita und Hachinohe kann ich nicths sagen. Da war ich noch nicht.

Mein Tip für Tohoku: 6 Tage:

  • Tag 1: Anreise nach Sendai (Zwischenstop in Hiraizumi)
  • Tag 2: Sendai
  • Tag 3: Tagesausflug nach Matsushima
  • Tag 4: Wechsel nach Morioka (Zwischenstop in Kitakami)
  • Tag 5: Tagesausflug nach Kakunodate
  • Tag 6: Morioka (spät abends Abreise)

Optional: Koriyama (Tagesausflug ab Sendai) und Aizu Wakamatsu (auch als Tagesausflug ab Sendai möglich, aber mit langer Anfahrt). Diese Route läßt in einen längeren Urlaub einbauen. Vor oder nach Tohoku kann man in Nikko stoppen. Über Osaki ist ein Abstecher nach Naruko möglich (eignet sich wegen der Bahnverbindung nicht als Tagesreise oder Zwischenstop). Alle andere Reiserouten führen fast immer über Tokyo, z.B. Umsteigen in Ueno, um nach Nagano zu gelangen.

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