Anime III

Hier will ich kurz die wichtigesten Genre nennen. Die Liste ist nicht komplett und momentan auch mehr ein Baustelle und Stichwortliste. Wie immer: Meine Meinung.

Cyber: Nahe Zunkunft; hoch technisiert. Cyperspace, Kybernetik, Roborter mit KI. Teileweise hat man in Tokyo das Gefühl, dass diese Zukunft gar nicht so weit weg ist. Beispiel: Ghost in the Shell

Cyberpunk: wie Cyber nur mit einer düsteren Gesamtstimmung. Die Gesellschaftsordnung ist teilweise der Anarchie des Punk gewichen. Beispiel: Bubblegum Crisis, AD Police, Akira

Mecha: Hier geht es um große Roboter, meist von Jugendlichen gesteuert, die mehr oder weniger Freiwillig in diese Situation geraten sind. Beispiele: Gundam, Macross, Dual (auf der Comedyseite), Patlabor

Shonen:  Mange und Anime für die Zielgruppe “heranwachsende männliche Jugendliche”. Die behandelten Themen sind entsprechend.Man könnte Mecha als ein Untergruppe auffassen. Oder alles mit Monsters, Gut gegen Böse. Beispiel: Dragonball, Naruto, Onepeace // Anime für die weibliche Zielgruppe heißen Shojo.

“Slice of Life”: Diese Anime sind für mich die Seifenoper unter den Anime. Sie erzählen einfach aus dem Leben der Charaktere. Meist sind es Schüler. Lernen, erste Liebe, usw.

Harem: Meist oder immer eine Kombination aus 3-4 Mädchen und einem Jungen. Letzteres ist meist nicht die hellste Kerze auf der Torte. Prinzipiell bleiben die meisten Romanzen im Anfang stecken. Beispiele: Love Hina (sehr auf der Comedyseite)

Fantasy: Klar: Drachen, Zauberer und Elfen. Beispiel: Records of Lodoss War

Etchi: Sehr viel Oberweite, viele Pantyshots. Ecchi ist eine netto Form für pervers. Frivol ist ein Adjektiv, das passen könnte; oder erotisch, wenn auch in einem anderen Sinn. Es wird sehr viel angedeutet. Meist ist des “entscheidende Detail” verdeckt, viel zu unscharf und verschwindet im Nebel (wo auch immer dieser herkommt). Explizite, pornografische Szenen fehlen aber völlig. Es ist also gerade noch so eben “jugendfrei”. Meist mir sehr viel Situationskomik gemischt. Beispiel: Oh my Buddha, Chobits

Hentai: Hier ist die Grenze überschritten. Sexszenen sind nicht ausgeschlossen. Japan tickt anders. Sexualität und Darstellung solcher weicht von westlichen Normen und gesetzlichen Grenzen ab. Die wohl größte Abweichung zum westlichen Verständnis ist Tentakelsex. Auf dieses Theama gehe ich nicht weiter ein. Das ist definitiv nicht mein Fachgebiet.

Es sind Zeichentrick, aber die Charaktere sind teilweise als Jugendliche dargestellt. Das Subgenre Lolicon bzw. Shotacon spezialisiert sich auf Darstellung von 8-13 jährigen Mädchen und Jungen in knapper Unterwäsche. Damit ist die Grenze zu pädophilen Darstellungen sehr sehr nah und ggf. überschritten. Ich sage nur Edathy. — Nochmals: Japan tickt anders. Sailor Moon ist da drüber eine Kinderserie aber auch ein Fetisch.

Gore: Kein eigentliches Animegenre. Aber man sollte den Begriff kennen. Er steht für viel Blut, viele abgetrennte Körperteile und sehr viel dargstellte Gewalt.

Anime II

Kommen wir zu Listen. Was ist Pflichtprogramm? Was sind Klassiker? Welche Anime haben Meilensteine gesetzt? Was sind meine Favoriten? … Wie auch schon im letzten Blog: Das meine Meinung. Meine. Meine. Meine.

Meine Favoriten (es sind mehrere):

Meine Favoriten können auch als Liste für Einsteiger gesehen werden. Diese Kategorie ist: Kauft die DVD.

Ghost in the Shell: Ganz klar. Thema, Zeichenstil, Charaktere. Da passt alles. 3 Kinofilme, 3 Staffeln. Motoko Kusanagi und die Tachikoma sind Kult. In Japan kennt sie jeder.

Patlabor: Die Serie ist mehr auf der Comedy-Schiene. Die beiden Kinofilme sind anspruchsvoll, wenn man sich auf das Thema einlässt. Zitat: “Ist die Abwesenheit von Krieg bereits Frieden? … Birgt nicht jeder Frieden die Saat des nächsten Krieges in sich?” — Mal kurz drüber Nachdenken. Dann ein Blick nach Osteuropa. Tip: Patlabor 2 ist aus den 90ern.

Cowboy Bebop: Die Musik von Yoko Kanno ist ein Grund, aber auch die Story. Genre: Eindeutig Comedy. Der Kinofilm hat auch wieder das Zeug zu einer Realverfilmung.

Records of Lodoss War: Das ist der Herr der Ringe unter den Anime. Eine Fantasy-Story mit Elfen und Zwergen, Zauberen und Rittern. Pflichtprogramm für alle AD&D-Fans.

Darker Than Black: düstere Story. Coole Actionszenen. Schaut nur die erste Staffel.

Bubblegum Crisis: Der Inbegriff von Cyberpunk. Der Zeichenstil der OVA ist total 80er. Bubblegum Crisis 2040 ist ist im 2000er-Stil. Beide Storylines sind gut und haben das Genre geprägt.

Trigun: Das ist irgendwie Comedy und dünstere Geschichte in einem. Trigun lohnt sich definitiv. Ich mag diese Sprünge zwischen Ernsthaftigkeit und totalem Anime-Slapstick

Neon Genesis Evangelion: Ich tue mir schwer damit, diesen Anime hier einzusortieren. Aber er ist so wichtig, dass er zum Pflichtprogramm gehört. NGE ist kontrovers. Es gibt genug um einen eigenen Post (später einmal) zu schreiben. NGE ist nichts für Kinder, zum Ende wird es blutig. Die Charaktere habe allesamt einen Knacks weg. Wer aber nach Japan reist, wird NGE finden. In Hakone gibt es einen NGE-Shop. Hakone ist der Standort von NeoTokyo. Kleiner Tip: Verzichtet auf Folge 25 und 26. Endet diese Serie mit einem Cliffhänger. Die letzen beiden Folgen sind schlecht. Das Studio hat sogar ein neues Ende geschrieben (Death und Rebirth), da es zu viele Protestbriefe von Fans gab. Und das neue Ende ist auch nicht viel besser.

Meine Favoriten (zweiter Teil)

Dieses Teil der Liste habe ich erfunden, damit der erste Teil nicht zu lang wird. Nicht unbedingt die DVD kaufen. Leiht euch die DVD aus oder sucht euch einen legale Stream.

Gun Smith Cats: Nur drei Episoden, aber gut.

Hunter X Hunter: Das ist ein Anime für Jungendliche (ab 12). Dennoch. Die Story ist gut gemacht. Der Charakter Hisoka ist was der Joker in Batman ist: hinterhältig, tödlich und undurchsichtig. Die zweite Serie (Greed Island) ist etwas heftiger, hält sich aber im Rahmen.

Tenchi Muyo: Die Serie gibt es mit ähnlicher Story in zwei Versionen. Kann man sich beide anschauen. Ganz lustig. Aber: Tut euch die Kinofilme nicht an und auch nicht das Spinoff Tenchi in Tokyo und Tenchi Muyo GXP. Die sind wieder dritte Teil vom Matrix.

Full Metal Panic: Animecomedy at its best, dazu etwas Mecha. Muss man gesehen haben. Es gibt drei Teile. Der erste pendelt zwischen Comedy und Mecha. Der zweite (Fumoffo) ist ganz Comedy, der dritte Teile (2nd Raid) ist eher ernster und auf der Mecha-Kampfschiene.

Full Metal Alchemist (Brotherhood): Es gibt zwei Versionen die die gleiche Geschichte erzählen. Ich kann nicht sagen, welche besser ist. Sehenswert sind sie beide.

Steins;Gate: Mysterie, ganz nett gemacht. Hat die Option ein Klassiker zu werden.

Death Note: Uh, finster, finster: Sicherlich ein Anime der im Gedächtnis bleibt und ein Klassiker werden wird. Story: Schüler findet Notizbuch. Schreibt man einen Namen hinein und die Todesursache, stirbt diese Person. Dazu noch etwas Allmachtsphantasie und der Anime ist perfekt.

Hellsing: Der Vampir Alucard (Tip: lest das mal rückwarts) ist auf Zombiejagd. Quasi der Blade unter den Anime. WARNUNG: Gore. Sehr viel Blut, abegetrennte Körperteile, Gewalt. Definitiv erst ab 16. Hellsing Ultimate ist nicht unbedingt eine zweite Staffel, sondern eine Neuinterpretation des gleichen Manga. Teilweise noch blutrünstiger als die erste Version.

Meine Favoriten (dritter Teil)

Diese Filme sind im mehr Comedy oder für Jugendliche. Und ja, auch wenn ich nicht die Zielgruppe bin, habe ich die Serie dennoch geschaut … weil sie gut sind. Kaufen würde ich diese Anime nicht. Die Kategorie ist: “Erwähnenswert”.

Love Hina: Ja, ich weiß. Ecchi, Harem, … völlig übertrieben, aber dennoch: sollte man mal gesehen haben. Auch wenn es einen nicht weiter bringt.

Silent Möbius: Auch ein Anime der finsteren Art.

Baccano: sehr verwobene Handlungstränge und Zeitsprünge. Im Prinzip geht es um drei Personengruppen, die im gleichen Zug unterwegs sind. Nur leider überleben nur wenige diese Reise. Ihr Ableben ist mit viel roter Farbe inszeniert. Hat auch des Zeug zum Klassiker

Slayers: Die Comedyversion von Fantasy. Man darf diese Serie nicht ernst nehmen und nicht zu viel erwarten. Sie hat ihre Momente, und deshalb ist sie auf der Liste, aber das wars.

Irresponsible Captain Taylor: Nicht so gut wie Tenchi, hat aber seine Momente.

Hyper Police: Ganz süß. Wie alle Filme zuvor auf der Comedy-Schiene unterwegs.

Code Geass: Ähnlich finster und brutal wie Death Note.

Elfenlied: Die Story ist nicht prall: Mysteriöses Mädchen mit unsichtbaren zusätzlichen Händen, bricht aus einer Forschungstation aus und wird von Jugendlichen in Kamakura gefunden. Eigentlich ganz nett gemacht, wenn der Weg dieses Mädchen nicht mir abgetrennten Körperteilen gepflastert wäre. WARNUNG: Gore; nichts für Kinder. Ich glaube dieser Anime ist nur auf der Liste gelandet, da ihn jeder kennt.

Sonstiges

Das ist so die Kategorie: Viele reden drüber, viele finden es toll. Teilweise sind diese Anime Klassiker. Nur mein Fall sind sie nicht, was nicht heißen soll, dass ich sie nicht gesehen habe. Ich habe sie gesehen und dann mein Urteil gefällt:

City Hunter: Uh. Ja. Muss man mal gesehen haben. 3 bis 4 Folgen reichen. Aus den 80ern. Fällt fast unter Ecchi. Zitiere ich bei dem Thema: Gebäude, die den Handlungsort eines Anime kennzeichnen.

Amaenaideyo (englisch Oh my Buddha) ist der klassische Ecchi. Wer wissen will, was es mit diesem Animegenre auf sich hat. Das ist in meinen Augen der Klassiker. Viel Oberweite und viele “Pantyshots” ohne jemals die Grenze zu überschreiten. Mehr hat diese Serie (und das Genre) nicht zu bieten.

Chaos:HEAD ist teilweise ganz nett, fällt aber in Summe bei mir durch. Mit Rouroni Kenshin ist auch so, jaaaa, knapp an gut vorbeigeschrammt. Ranma ist auch sowas. Anfang 90er. Ganz gut gemacht. Aber viel zu lang und dann totgelaufen.

Onepeace, Pokemon, Digimon, Gundam, Inuyasha fallen bei mir auch durch. Vielleicht weil sie so bekannt sind. Oder aber weil es solche nervigen Endlosserien sind. Oder auch nur, weil sie nicht mein Stil von Anime sind oder weil sie einfach nur schlecht sind.

Und dann gibt es da ja noch … Ninja Scroll, Cyber City Oedo, MD Geist, Weisskreuz, Dual, DNA^2, Berserk

Die Klassiker (für Erwachsene) / Meilensteine

Diese Filme gehören irgendwie in jede ernst zu nehmende Animesammlung.: Akira, Ghost in the Shell, Neon Genesis Evangelion, Bubblegum Crisis, Records of Lodoss War, Armitage, Cowboy Bepop

Akira: Wohl der erste Anime, der das Ganze außerhalb Japans bekannt gemacht hat.

Ghost in the Shell: Der erste Kinofilm hat Meilensteine in der Bildsprache gesetzt, aber auch bei der Komplexität des Themas. Die Handlung leicht locker für einen anspruchsvollen Realfilm.

[mehr später]

Die Bekannten

Sailor Moon, Pokemon, Gundam, Dragonball; aber auch Heidi (ja, die Zeichentrickserie ist ein Anime!) und Kimba, der weiße Löwe. Ebenfalls bekannt sind sicherlich Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise und Mein Freund Tottoro.

[mehr später]

Anime

Ich hab schon mal was zu diesem Thema gepostet. Notiz an mich selbst: Ich muss das mal suchen, sortieren und vernüftig machen … Wie auch immer.

Anime ist ein komplexes Thema. Darüber kann man einen eigene Blog schreiben. Andere machen das auch. Einfach mal googlen. Mein Ansatz ist etwas banaler. Ich will einfach ein paar Kommentare zu dem Thema posten. Meine Meinung. Subjektiv. Das ist mein Blog. Ha … Auf gehts.

(1) Anime ist nicht Sailor Moon, Digimon und One Peace

Anime ist vielseitiger. Es gibt verschiedene Genre. Da ist alles dabei: Mecha, Moe, Cyperpunk, Fantasie, Ecchi, Hentai.

Anime ist für jeden. Nicht jeder Anime ist für jeden. Sonder eher: für jeden gibt es einen Anime. Will sagen, für jede Zielgruppe (Teenager weiblich, Kinder, Büroangestellt männlich zwischen 24 und 40, …) gibt es Manga (die Comics) und damit auch Anime (Filme).

(2) Anime sind Manga …. falsch und richtig.

Manga sind die Bücher (Comics). Anime sind Zeichentrickfilme. Die meisten “verfilmen” die Handlund des entsprehenden Manga. Mehr oder weniger genau, wie das auch bei  Romanverfilmungen passiert. Andere Anime sollen gezielt den Verkauf von Manga anheben. Meist enden diese Anime mit einem Cliffhanger.

(3) Anime sind nicht nur endlose Serien

Ja die gibt es. Hunderte Folgen von Gundam, Dragonball, One Peace, usw. Das sind komischerweise die Serien, die hier im Westen jeder kennt. Die meisten Anime haben aber nur eine Staffel mit 13 oder 26 Folgen.

Die langen Serien haben ein Problem. Über etliche Folgen passiert nichts. Die Handlung geht nicht voran. Bei Serien, die keinen übergreifenden Handlungsrahmen haben mag das gehen. Jede Episode steht für sich. Dennoch. Es nervt. Bestes Beispiel: Inuyasha.

(4) Es ist Zeichentrick und für Kinder.

Ja. Ja. Nochmals Ja. Klar ist es Zeichentrick. Anime. Hallo! Das heißt aber noch lange nicht, das die Themen oder die Bilder an sich für Kinder sind.

Meine Lieblingsanime sind Ghost in the Shell und Patlabor. Von beiden gibt es Serien und Anime in Kinofilmlänge. Die Themen sind eher was für Erwachsene. Gerade Ghost in the Shell. Für das jüngere Publikum ist das nichts.

Ghost in the Shell hat zwar Gewaltszenen, die sind aber auf dem Niveau von Bruce-Willis-Filmen. Patlabor ist etwas harmloser, von Inhalt her aber ebenfalls komplex. Gerade der dritte Film.

WARNUNG AN ALLE ELTERN: Von den Anime-Pornos, die es auch gibt, mal absehen habe ich zu Hause genug Anime-DVDs, dass ich als “Ab 16″ einstufen muss. Dazu gehören auch der Klassiker der Anime: Akira. Der ist definitiv nichts für Kinder.

Weitere Beispiele: Hellsing und Elfenlied. Liebe Eltern, diese Anime gehören in den Giftschrank zu Freddy Krüger und Hellraiser. Nichts für Kinder. Bei Elfenlied werden schon in den ersten Minuten mehre Menschen in Stücke gerissen. Sehr grafisch, viel Blut. Berserk ist nicht viel besser. Akira ist nicht so auf dem Gore-Tripp, aber einige Szenen sind definitiv nicht kindergerecht. Und auch Neon Genesis Evangelion sollte mit Vorsicht genossen werden. Gerade die späteren Folgen.

(5) Manchmal stirb der Held

Anime ist nicht Pocorn-Hollywood. Das Gute siegt und reitet gen Sonnenuntergang. Viele Anime haben wir westliche Verhältnisse ein eher unbefriedigendes Ende. Das sind zum einen die Cliffhanger, die zum Kauf des Manga verleiten sollen. Oft liegt es aber daran, dass nicht alle Rätsel aufgeklärt werden, Fragen offen bleiben und Handlungsstränge nicht beendet werden.

Manchmal stirbt auch der Held einfach. Bestes Beispiel: Cowboy Bebop.

(6) Untertitel (subs) /vs/ Snychronisation (dubs)

Hier scheiden sich die Geister: Es gibt wenige gute Sychronisationen. Meine Meinung. Wer nur deutsches Fernsehen schaut, wird das evtl. nicht bemerken. Aber gerade bei Anime trägt die japanische Stimme sehr viel zum Charakter der Figur bei. Das geht sehr oft bei der Synchro verloren.

In Amerika unterscheidet man zwischen Pre-Cowboy-Bebop und Post-Cowboy-Bebop. Für Deutschland weiß ich es nicht. Ich schaue Anime aus Prinzip im Original mit Untertitel (OmU).

Bizarre Randanekdote: Der Anime Girls und Panzer. Der englische Sub ist cool, da immer wieder deutsche Wörter wie Freund, Schule, Fräulein, Panzer, … auftauchen. Das kriegt man nicht in einer Synchro nicht hin. Das ist wie bei Ein Käfig voller Helden. Feldwebel Schulz spricht im Original auch Deutsch und Englisch gleichzeitig.

Owakudani gesperrt

Info für alle, die eine Japanreise planen: Hakone ist für Touristen gesperrt. Ich selbst war drei Mal in dem Owakudani-Tal und empfehle jedem einen Besuch, aber … Das Tal wurde nach mehreren kleinen Erdbeden und Gaseruptionen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auch die Seilbahn, die die Bahnstation mit dem Ashi-See verbindet, hat den Betrieb eingestellt.

Es wird befürchten, dass es zu einer größeren Dampferuption kommt; deshalb die Sperrung. Es gibt einen Wanderweg über den benachbarten Berg (siehe Blog 2004 und 2014), der sicherlich auch gesperrt wurde, aber mit etwas Klettererfahrung trotzdem genutzt werden kann.

… lasst es !!! Zu gefährlich.

Verschiebt Hakone auf den nächsten Japanurlaub, oder verschiebt den Japanurlaub … oder lasst Hakone aus. Es gibt noch mehr Vulkane (Aso, leider auf Kyushu; Asahidake, leider auf Hokkaido) in Japan und bessere Onsen (Kusatsu, Yamanouchi, …).

Hotels 2014 (Teil 2)

Hotel Edoya / ホテル江戸屋
3-20-3 Yushima, Bunkyo-ku, Tokyo, 113-0034 Japan
reserve@hoteledoya.com; phone: +81.3.3833.8751; fax: +81.3.3833.8759

Wie in jedem Urlaub, so habe ich dieses Mal im Hotel Edoya übernachtet. Es ist wie fast wie eine Zweitwohnung. Ich will nicht schon wieder über das Hotel Edoya schreiben. Schaut einfach bei den anderen Reisen. Allerdings: Der Teppich hat sich immer noch nicht geändert.

Uotoshi Ryokan / 魚 敏 旅 館
2563, Sano, Yamanochi-Town, Shimo-Takai-Gun, Nagano, 381-0402 Japan
miyasaka@avis.ne.jp;
phone: +81.269.33.1215; fax: +81.226.33.0074

Das Ryokan: ist nicht mehr das Neueste. Auch ganz Yudanaka scheint die besten Zeiten hinter sich zu haben. Innen ist es etwas wuselig. Muss man mögen. Der Speisesaal fürs Frühstück wirkt etwas behelfsmäßig. Das japanische Frühstück ist gut. Aber auch das muss man mögen.

Das Zimmer: Die Tatamizimmer sind wie überall mit einem kleinen Tisch und Futon ausgestattet. Mein Raum hatte einen kleinen “Balkon” zwischen dem Fenster und dem der Shoji. Bad und Toilette waren auf dem Flur verfügbar und sind sehr spartanisch; aber ausreichend.

Der Service: Eine Rubrik, die ich noch nie verwendet habe, hier aber erwähnt werden soll. Der Besitzer ist nicht reich, versucht aber alles, um es einem gemütlich zu machen: Beim Frühstück gab es für mich eine englischsprachige Zeitung. Er fuhr mich hoch zu den berühmten badenden Affen und bei der Abreise zum Bahnhof. Er organisierte mir die Möglichkeit, in mehrere Onsen in Hotels in Yudanake zu baden, da es die Zugangskarte für die 9 Onsen in Shibu nicht mehr für Yudanaka-Gäste gibt. Alles mehr oder wenige auf eigene Kosten.

Umgebung: In Yudanaka gibt es nicht viel. Ein Straße nahe am Bahnhof hat ein paar zweitklassige Izakaya und Karaoke-Bars. Kurz: Yudanake hat die Beste Zeit hinter sich. Bis nach Shibu ist es ein ganzes Stück (ca 2km). Der Bus bringt einen von beiden Orten zügig in die Berge, das Shiga-Kogen Skigebiet (Olypische Winterspiele 1998). Ein Bus fährt über den Pass (im Winter allerdings geschlossen) bis nach Kusatsu.

Anreise: Von Nagano fährt ein Kintetsu-Zug (nicht JR) bis nach Yudanaka (Endstation). Achtung: Nicht alle Züge ab Nagano fahren durch. Der Express heißt Snow Monkey. Vom Bahnhof führt eine Straße bergab (rechts am Lawson vorbei), die unten eine Rechtskurve macht. Einfach der Straße folgen: zwei Ampeln, eine lange Brücke. Am Ende rechts abbiegen. Das Ryokan ist dann nach etwa 50m auf der linken Seite.

Fazit: Ich kann bei diesem Ryokan nicht objektiv sein. Es ist alt und hat eine Renovierung dringend nötig. Aber ich bin nach 2004 gerne wieder hier gewesen. Für Leute die Kyodo sehen und lernen wollen, der ideal Ort. Für die 9 Onsen in Shibu muss ich leider an eine Unterkunft direkt in Shibu verweisen, da Yudanake-Gäste das Ticket nicht mehr kriegen.

Ryokan Bentenkaku / 旅 館 弁 天 閣
87 Kurumayu, Naruko-onsen, Osaki-city, Miyagi-ken, Japan
b-info@bentenkaku.jp
; phone: +81.229.83.2461; fax: +81.229.83.4259

Das Hotel: Das Hotel ist großer und gehört zur gehobenen Mittelklasse. Der Besitzer spricht ein wenig deutsch und hat sich an mich erinnert.Das Hotel hat ein Indoor Onsen, ein echtes Onsen. Vulkanwasser gibt es hier genug. Es gibt auch ein Rotenburo. Es liegt im Garten zwischen Hotel und Bahnstrecke. Es gibt nichts schöneres als ein Rotenburo bei Nacht, glaubt mir.

Das Dinner ist zwar nicht ganz billig, aber es ist umfangreich. Wie in meinen Japantips erwähnt sollte man mindestens einmal während seines Aufenthaltes so ein Dinner buchen. Es ist teuer, aber es lohnt sich.

Das Zimmer: Das Hotel ist größer und hat einen Anbau mit noch mehr Betten. Mein Tatamiraum war vergleichsweise groß und hatte als Badezimmer den typischen Cubicle.

Die Umgebung: Wie auch Yudanaka hat auch Naruko die Blütezeit hinter sich. Jetzt wo auch noch die Schlucht für Besucher gesperrt ist, gibt es nicht mehr viel zu sehen. Auf halber Strecke zwischen Hotel und Bahnhof fährt ein Bus zum Jigokudani, der grünen Hölle, und zum Gysier. Beides sehenswert. Vom Bahnhof aus fährt ein Zug auf die andere Seite der Naruko-Schlucht. Dort gibt es eine Aussichtsplattform mit Blick in einen Teil der Schlucht. Es gibt einen Wanderweg zurück nach Naruko. Das wars. Mehr ist in der Gegend nicht zu holen.

Die Anreise: Mit einem Local von JR gelangt man nach Naruko Onsen. Es fühlt sich an wie eine Weltreise. Fahrt definitiv über Sendai. Es gibt zwar eine Alternative mit dem Shinkansen über Yamagata, hier fahren jedoch weniger Züge.

Vom Bahnhof aus die Straße bergan zur Kreuzung und dort links. Ihr lauft durch das ganze Dorf. Nach 300m geht es unter einer Eisenbahnbrücke durch. Nach weitere 300m kommt eine Abzweigung, die über den Fluss führt (auf der anderen Seite ist auch ein 7eleven). Nach weiteren 500m endet die Straße an der Bundesstraße 47. Folgt der Straße für weitere 50m.

Fazit: Das Hotel ist schön und das Rotenburo wirklich toll. Nur Schade, dass Naruko an Attraktivität verloren hat. Wer dennoch in dieser Gegend stoppt, dem empfehle ich dieses Hotel.

Ryokan Nakajimaya / 旅 館 中 島 家
369 Nishimae-cho, Bukkoji, Takakuradori, Shimogyo-ku, Kyoto, 600-8083 Japan; phone: +81.75.351.3886; fax: +81.75.351.3889

Das Rykona: Es ist ein kleines Ryokan im Familienbetrieb. Vom Aufbau her ähnelt es eher einem Minshuku, also einem B&B, wie man sie aus England kennt. Man hat das Gefühl es ist ein altes Großfamilienhaus, dessen Zimmer in Gästezimmer umgebaut wurden. Zum Essen kann ich nichts sagen, da ich weder Frühstück noch Abendessen gebucht hatte. Mein Tagespläne ließen das nicht zu.

Das Zimmer: war im ersten Stock im hinteren Gebäudeteil. Die Treppe hier sehr steil und mit Koffer nicht leicht zu gehen. Die Türen sind relativ flach, also Vorsicht. Das Zimmer, ein Tatamizimmer hatte genug Platz für Futon und Tisch, auch wenn es mit 6 Tatami Größe eher klein ist. Im Erdgeschoss gibt es zwei Badezimmer und zwei Toiletten (eine davon mit Western Style, also mit Schüssel).

Die Umgebung: Das Ryokan liegt in einer der vielen Gassen im Wohnbezirk südlich der Shijo Dori.

In der Shijo Dori sind die Fußwege überdacht. Es gibt zahlreiche Shops und Restos. Hier kann man das Nachtleben genießen. Etwa 1km entlang nach Osten landet man an der Pontocho, der schmalen, berühmten Kneipenstraße Kyotos. Über die Brücke sind es nur weitere 500 bis Gion und zum Yasaka Schrein. Der östlicher großer Tempel ist 1,5 km, der Hauptbahnhof etwa 2km und die Nijo Burg 2,5 km entfernt.

Kyoto hat kein umfangreiches U-Bahnnetz. Man erkundet sehr viel zu Fuß. Aber zum Luxus der Ryokan-Umgebung gehört die U-Bahn-Station Shijo in etwa 200m Entfernung. Von hier gelangt man mit der roten Line zum Hauptbahnhof (2 Stationen nach Süden) und zum Kyoto Imperial Palace (2 Stationen nach Norden). Die graue Linie nach Osten ist eine Station weiter schon zu Ende.

Anreise: Ab Kyoto Eki mit der U-Bahn bis Shijo. Alternativ geht man die 1,8 km zu Fuß: Raus aus dem Bahnhof entlang der großen Straße, die vom Bahnhof weg führt. Man passiert den östlichen Tempel. Die Straße macht hier einen leichten Bogen.

U-Bahner nehmen bei Shijo Station den südlichsten Ausgang Nr. 5 und biegen direkt in die kleine Straße Bukkojidori am Ausgang ein.Fußgänger biegen entsprechend direkt vor Ausgang 5 rechts ab.Von hier sind es 300 m.

An der zweiten Straßeneinmündung linke Seite abbiegen. (Tip: Erste Einmündung ist eine Kreuzung. An der zweiten ist auf der rechten Seite eine dunkle hohe Holzwand.)  Nach etwa 40m auf der linken Seite steht das Ryokan. Achtet auf das Schild an der Hauswand. Man übersieht es leicht.

Fazit: Ein Ryokan in Mitten Kyoto mit sehr familiennahem Charme. Jeder der mehr in Richtung B&B (Minshuku) tendiert als in Richtung Pension (Ryokan). Es gehört mit Sicherheit zu den Unterkünften, denen ich wünsche, dass sie bis 2024 durchhalten, da mit ich auch “20 Jahre Japan” dort verbringen kann.

Hotels 2014 (Teil 1)

Irgendwie habe ich es dieses Mal nicht geschafft, viele Fotos von den Hotels und Ryokans zu machen. Für das Hotel Edoya verweise ich natürlich auf die Blogs von 2004 bis 2012.

Geplant war Wiederholung von 2004, aber … Das Ryokan Kameya in Osaka-ko exisitert nicht mehr. Ich bin auf das Tabinoyado von 2012 und das Daiwa Roynett ausgewichen. Hiroshima habe ich ausgelassen und stattdessen auf der Insel Miyajima übernachtet. Ein Rat, dem ich jeden ans Herz legen kann.

Daiwa Roynet Hotel Osaka-Uehonmachi / ダイワロイネットホテル大阪上本町
6-7-5 Uehonmachi, Tennoji-ku, Osaka-shi, 543-0001 Japan
osaka-uehonmachi@daiwaroyal.jp / P: +81.6.4305.1955

Hotel: Das Daiwa Roynet ist ein Business Hotel der Mittelklasse. Das Ambiente ist modern und nüchtern, aber nicht ohne Stil. Ich mag es. Eine Bar gibt es nicht, auch kein Onsen.

Das Zimmer: ist kompakt mit einem Badezimmer-Cubicle, sowie einen kleinen Schreibtisch. Viel Platz ist nicht. Der Koffer steht immer im Weg. Zum Schlafen reicht es allemal. Mein Zimmer hatte einen dieser Massagesessel, wie man ihn aus Anime kennt. Als Urlaubsauftakt und nach dem langen Flug war das eine gute Idee (war in der Buchung als Special erwähnt).

Das Frühstück: ist gemischt japanisch und westlich. Man kann es sich selbst zusammenstellen (kein All-you-can-eat). Meine Kombination: Reis, Miso, eingelegtes Gemüse plus Spiegelei, Würstchen und Salat; Dressing mit Sesamnote. Das Resto hat allerdings den Charm einer Kantine. Für einen Start in den Tag ist die Umgebung allemal ausreichend.

Umgebung: In direkter Umgebung ist keine Sehenswürdigkeit. 2 Kreuzungen nördlich des Hotels ist die U-Bahn-Station Tanimachi-Kyuchome, gleich daneben die Kintestu-Bahnstation Osakauehonmachi (u.a. Züge mach Nara).

Mit der Tanimachi Line (vom Eingang zur U-Bahn bis zu den Gleisen sind es noch mal etwa 300m!) gelangt man nach Umeda und Tennoji (Haruka 300, Tennoji-Park), zur Osaka-Burg und dem Osaka Museum of History (2 Stationen nach Norden) und zum Shitennoji Tempel (1 Station nach Süden). Die Sennichi Line, bringt einen schnell nach Namba mit seinen drei Bahnhöfen. Von hier sind es nur wenige Meter nach Dotomburi, das Partyviertel von Osaka mit dem Glyco-Man.

Anreise mit dem Shinkansen: Von Shin-Osaka mit der Midosuji-Line nach Osaka, dort durch Umeda Underground (Chaos aus 4 Bahnstationen, 3 Bahngesellschaften und 7 Bahn- und U-Bahn-Strecken) zur U-Bahn-Station Higashi-Umeda; mit der Tanimachi-Line nach Tanimachi-Kyuchome.

Anreise über Kansai Airport: Man gelangt mit dem Zug nach Osaka-Tennoji. Von hier nehmt ihr die Tanimachi-Line nach Tanimachi-Kyuchome.

An der U-Bahn-Station lauft durch die ganze Station zum Ausgang mit den hohen Nummern. Nehmt auf Höhe Exit 7 einen Ausgang auf der rechten Seite. Ihr landet an einer großen Kreuzung. Geht nach Süden, theoretisch ohne die Straße zu queren. Das Hotel ist nach 2 Ampeln auf der rechten Straßeseite kurz vor einer Kreuzung ohne Ampel.

Fazit: Das Hotel ist taktisch günstig gelegen und bietet Schlafkomfort zum fairen Preis für all diejenigen, die sich nur kurz im Hotel aufhalten und vorrangig unterwegs sind.

14-16 Horikoshicho, Tennoji-ku, Osaka-shi, 543-0056 Japan
— / P: +81.6.6771.7242 / F
: +81.6.6771.3737

Das Ryokan: Das Tabinoyado ist ein kleines Ryokan in zweiter Reihe. Das Ryokan selbst ist klein und gemütlich und typisch japanisch; Schuhe werden im Eingang ausgezogen. Badekonzept (Ryokan Onsen) und Heizung (kalte Flure im Winter) sind ebenfalls typisch japanisch. Bitte beachtet, dass das Ryokan ein Sperrstunde hat. Die Besitzer wollen auch irgendwann schlafen.

Zimmer: Mein Zimmer war ein Tatamiraum (ein westliches Zimmer verdirbt das Ryokan-Erlebnis) ohne eigenes Bad. Es gibt ein Gemeinschaftsbadezimmer mit Ryokanonsen, das sollte auch besuchen, wenn man ein Zimmer mit Bad hat. Das heiße Wasser entspannt; gerade im Winter.

Umgebung: Der Tennoji-Park ist gleich auf der anderen Straßenseite. Bis zum Shintennoji Tempel sind es etwa 600m. (U-Bahn lohnt nicht.) Die Gassen rund um das Ryokan sind geprägt von etlichen Izakaya, von denen alle einen neuen Anstrich benötigen.

Das Ryokan liegt sehr dicht an der wichtigen Bahnstation Tennoji. Von hier hat man Anschluss an alle wichtigen Züge und U-Bahnen (Midosuji-Line und Tanimachi-Line) in Osaka (Shitennoji, Osaka-Burg, Namba, Dotomburi, …) und ins Umland (Koyasan, Asuka, Yoshino, Mozu). Seit kurzer Zeit steht auch das höchste Gebäude Osakas, das Haruka 300, am Bahnhof.

Anreise mit dem Shinkansen: Nehmt die Midosuji-Line von Shin-Osaka bis nach Tennoji. Ihr braucht nicht umsteigen. Nehmt Ausgang 7 oder 8. ihr gelangt auf eine Straße mit überdachtem Fußweg. Auf der anderen Straßeseite sehr ihr den Tennoji-Park. Zwischen Ausgang 7 und 8 gibt es eine kleine Gasse, nahe beim 7eleven. In der Gasse ist das Ryokan nach etwa 40m auf der rechten Seite. Sucht das Schild und einen kleinen Eingang aus Holz mit einem roten Vorhang.

Anreise vom Kansai Airport (oder mit der Loop Line): Der Zug bringt euch nach Tennoji. Ihr braucht nicht umsteigen. Nehmt den Nordausgang am Kopf der Wandelhalle. Man gelangt direkt an die Tamatsukurisuji. Geht über die Ampel. Etwas rechts der Ampel ist eine kleine überdachte Gasse. Sieht etwas gruselig aus. Aber keine Angst. Nehmt die dritte Gasse links (die ist nicht mehr überdacht). Das Ryokan ist auf der linken Seite. Sucht das Schild und einen kleinen Eingang aus Holz mit einem roten Vorhang.

Fazit: Das kleine gemütliche Ryokan bietet ein richtiges Ryokan-Erlebnis und japanische Gastfreundschaft. Die Lage in Tennoji ist taktisch sinnnvoll für alle, die den Süden von Osaka und Kansai erkunden wollen. Zwei U-Bahnlinen bringen einen schnell zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten in Osaka.

Guest House Kikugawa / 旅 の 宿 葆 光 荘
796 Miyajima-Cho, Hatsukaichi-Shi, Hiroshima-Ken, 739-0500 Japan
info@kikugawa.ne.jp / P: +81.829.44.0039 / F
: +81.829.44.2773

Das Hotel: Das Kikugawa Guest House liegt in einer kleinen Nebenstraße im Zentrum der Stadt. Es ist in einem älterem Gebäude untergebracht und innen etwas verwinkelt. Durch seine Lage ist es sehr ruhig.Der Speiseraum passt sich gut dem Ambiente des Hotels an. Der Personal in der Küche ist minimal. Ein wenig Chaos, wenn auf einmal viele Gäste zum Frühstück erscheinen ist normal.

Das Hotel hat eine Sperrstunde. Die stört aber nur minimal, da die Insel nachts bis auf zwei, drei Izakaya relativ tot ist. Und bei Reisen jenseits der Insel ist man eh auf die letzte Fähre angewiesen.

Das Zimmer: Ich hatte zwei Zimmer; ein westlichen und ein Tatami-Zimmer. Beide waren toll. Wie immer empfehle ich die Tatamiversion.

Anreise: Vom Fähranleger sind es nur wenige hundert Meter. Verlässt man den Terminal geht es rechts am Wasser entlang in Richtung Itsukushima-Schrein. Folgt man dieser Straße gibt es Abzweigung auf höhe eines Studentenunterkunft, die direkt am Strand/ins Wasser gebaut ist. Entlang der Straße ist das Hotel vor der dritten Abzweigung auf der rechten Seite. Kürzer ist es aber wie folgt: Geht man vom Terminal rechts in Richtung besagter Strandstraße sieht man auf der anderen Straßenseite ein unbebautes Stück, wo der Berg bis an die Straße reicht. Rechts davon gibt es eine kleine Straße, die in einen Tunnel führt. Hinter dem Tunnel rechts. Nach 50m ist das Hotel links, gleich hinter der Abzweigung.

Hotel Ra Kuun / ホテルラクーン
103 Motohakone, Hakone-machi, Ashigarashimo-gun, 250-0522 Japan

Das Hotel: Das Hotel tendiert vom Ambiente in Richtung Low Budget, ist aber trotzdem nicht billig. Dies liegt daran, dass Hakone ein teures Pflaster ist. Die Lobby ist ok. Der Speisesaal ist für meinen Geschmack zu sehr  Jugendherberge. Das Frühstück ist als Buffet aufgebaut und bietet die typische Mischung aus westlich und japanischen Gerichten. Im Keller ist ein Onsen. Sehr entspannend.

Das Zimmer: Es war ein westliches Zimmer. Das Bett war etwas zu flauschig für mich. Leider war das Zimmer etwas geprägt von einem Kerosingeruch. Ich vermute das waren die Brenner, die das Onsenwasser auf Temperatur halten.

Umgebung: Um das Hotel herum gibt es nichts. Man muss etwa 1km bergab zum Ashi-See gehen.

Anreise: Nehmt ein Taxi. Das Hotel liegt abseits und bergauf. Das will man nicht unbedingt mit Koffern laufen. Eine Anreise nach Hakone ist nicht sehr einfach. Zugreisende gelangen bis Hakoneyumote auf der anderen Bergseite. (Hier startet diese putzige Bergbahn nach Gora.) Der Shinkansenhalt ist Odawara.

Hier starten Busse über Hakoneyumoto und die Passtraße nach Hakone. (Bus und Bergbahn fahren fast parallel bis Kowakidani.) Auf dem Fahrplan steht “via Miyanoshita”. Es sind die Buslinen H und Z. Fahrt bis zur Buststation Futago-jaya. Von dort geht bergab, dem Bus hinterher. Nach etwa 300m seit ihr am Hotel. Hakone ist dann etwa 1km weiter bergab.

Fazit: Ich hatte das Hotel ausgewählt, da ich direkt in Hakone nichts mehr gekriegt habe. Ehrlich gesagt: Mein Favorit wird es nicht. Für mich hatte es eher den Charm eines Motels. Aber nach der Anreise hatte ich eventuell auch eine leicht negative Grundstimmung. Für Hakone empfehle ich aber definitiv etwas, das dichter am Wasser liegt.

Rückreise

Heute ist der Urlaub zu Ende. Die drei Wochen sind schon um. Das Taxi zum Bahnhof habe ich zu 7 Uhr bestellt;  bestellen lassen. Der Taxifahrer kommt erst zu Fuß. Ich bin nicht der Einzige, der sich hier verläuft. Der Shinkansen nach Shinosaka startet um 7:36 Uhr. Es ist die letzte Fahrt mit dem JRP für diesen Urlaub. Auf dem Weg reduziere das Gepäckgewicht um eine kleine Flasche Sake. Sicher ist sicher. Beim Wiegen gestern abend, war ich deutlich über 25kg.

Weiter geht es mit dem Taxi nach Itami. Es ist weiter als gedacht. Das wird teuer. Und alles nur, weil ich keine Lust auf den Stress mit dem Local inklusive Umsteigen habe. Der Fahrer schlägt einen Haken, ab von der ausgeschilderten Route, und wir stehen vor dem Flughafen. Wow. So definiere ich ein Abkürzung.

Auf zum Checkin; am falschen Schalter. Dieser hier ist für Domestic Flights. International ist um die Ecke und fast leer. Dann wird es kompliziert. Ich hatte gestern den Checkin Haneda-Frankfurt bei der Lufthansa durchgeführt. Itami-Haneda war nicht möglich, da er innerjapanisch ist. Ich glaube das macht jetzt Probleme. Es wird telefoniert; und telefoniert; und telefoniert. Ich werde etwas nervös. Da ist noch der Lufthansa-Streik in meinem Kopf. Auch die anderen Fluggäste wundern sich.

Dann wird alles gut. Das Koffergewicht indes ist kein Problem, wohl aber die Li-Akkus für meine Kamera. Die müssen ins Handgepäck. Nur gut, dass die ganz unten liegen. Der Koffer wird durchgereicht; nicht wie beim Hinflug. Ich muss ihn nicht neu aufgeben. Das entspannt den Hanedastopp.

Der Flug nach Haneda ist sehr beengt. In Haneda erwarten mich starker Wind und viel Regen. Der Taifun kommt. Das Warten nervt etwas, da Haneda keine Lounge hat. Zeit für ein letztes Ramen und ein letztes Asahi vom Fass. Dann geht es los. Lufthansa; nicht ANA. Man merkt es sofort. Der Service ist nicht ganz so gut. ANA hat halt dieses japanische Etwas.

Das Fernsehprogramm ist höchstens ein “naja”. Vier brauchbare Filme für einen 10 Stundenflug plus Start und Landung; sollte reichen. Das Essen ist auch ein “naja”. Ich kann zwischen Fisch und Oktoberfest Special wählen. Es wird eindeutig der Fisch. Schön japanisch.

(Heute ist etwas Luft in der Bilderserie, daher ein kleiner Ausflug in die Mangawelt. Kann sich jemand eine eine Mangawerbung für eine Universität in Deutschland vorstellen?)

Wieder in Deutschland sinkt die Laune sofort (wie nach jeder Reise; zuverlässig): Das Gepäckband spuckt die Koffer erst nach einer halben Stunde aus. So verrinnt die Zeit. Mehrere Rolltreppen sind defekt. Und das mit dem schweren Koffer. Die Deutsche Bahn ist wie immer ein Albtraum. Zumindest ist der Mann am Schalter kompetent, nett und hat einen gewissen Sarkasmus. Er bucht mir um 19:55 Uhr den Zug, der um 19:58 fährt. “Der hat wie immer Verspätung, so dass sie genug Zeit haben.” Deutsche Bahn. Noch eine defekte Rolltreppe.

Im Zug ist es eng. Zweite Klasse DB halt. Auf zum Bordresto. Keine Fassbier mehr. War ja klar. Meine Chicken Nuggets brauchen 15 Minuten. Argh. Endlich Koblenz. Mietwagen zur Ferienwohnung. Erstmal duschen. Dann … Nichts. Es ist 22 Uhr. Ab ins Bett. Morgen um 6 Uhr geht es weiter und ich befürchte einen Jetlag.

Nachtrag: Bin etwas müde auf der Arbeit. Nachrichten sagen; Tokyo Airport ist dicht. Tokyo Eki geräumt; Wassereinbruch durchs Dach. Zugverkehr in Tokyo eingestellt. Der Taifun hat einen Volltreffer gelandet. Landkontalt bei Hamamatsu. Eine Stunde südlich von Tokyo. Da bin ich wohl gerade nach rechtzeitig weg.

(Heute ist etwas Luft in der Bilderserie, daher ein kleiner Ausflug in die des Bieres. Japan hat uns überholt. Fast jeder kleinere Ort hat eine Microbrew die teilweise sehr interessante Craft-Biere brauen. In Deutschland haben wir nur Braufactum. Sieht so aus, als hätten uns die Japaner überholt. Bessere Oberklasseautos bauen die auch noch …)

5 Reisen – 5 Ideen