Hiroshima

Heute Standortwechsel. Was tun mit dem Tag. Himeji ist schn erledigt. Okayama auch. Hiroshima. Warum nicht. Problem einen Coin Locker zu finden. Es gibt für JR Kunden einen Abgabeschalter. Den zu finden ist nicht einfach, zumal der Vorplatz des Bahnhofs eine Baustelle ist. Dauert etwas. Entwede quer durch einen Souvenierladen oder durch das Hotel und raus durch die Hintertür. Ohne Gepäck auf dem Rücken geht es los.

Heute ist Baseball. Hiroshima gegen Yokohama. Spiel beginnt im 2 Uhr. Zu spät für mich.

Straße runter. Ehemaliger Tempel. Dann links. Unterführung. Unterführung ist gleichzeitig Shopping-Meile. Ist die neu? Nein. 2001 erbaut. Wow. Was neues. Unterirdisch rechts abbiegen. Meile endet direkt am A-Bomb-Dome.

Von hier werden die Klassiker angesteuert. Besagter Dome. Zenotaph, Peace Memorial Park, Memorial Hall, T-Brücke. Bin immer noch erstaunt, wie die Hitze der Detonation Keramik geschmolzen hat. Von dem Menschen, der gerade aus dieser Schale Tee getrunken hat ganz zu schweigen.

Klingt vielleicht kitschig, aber Hiroshima bleibt für mich als Ingenieur und jetzt als Beamter der Bundeswehr um so mehr ein Warnung, dass nicht alles was möglich ist auch möglich gemacht und benutzt werden sollte. (Zumal heute klar ist, dass die Bomben am Hiroshima und Nagasaki militärisch unnötig waren. Es war nur ein Feldversuch, ein Test, und eine Demonstration der Stärke. Japan hätte auch ohne die Bomben kapituliert.)

Nächster Stop. Die Burg. Naja. Es steht nur noch ein Wachturm der Burgmauer. Die Burg selbt ist hin. Stehen nur noch die Grundmauern.

Dann in den Park. Immer wieder schön und eine Oase der Ruhe. Pause. Kann Schnappschuss von einem springenden Karpfen machen. Am Bahnhof dann noch Okonomiyaki. Mann kann nicht nach Hiroshima fahren ohne Okonomiyaki zu essen.

Dann das Problem des Tages, das nur mit einer Menge Geld zu lösen ist: Ich habe die Fahrzeiten des Shinkansen unterschätzt. Der Kodama ist erst um 20 Uhr in Shinosaka. Ich wäre erst um 22:30 in Odawara und noch weit weg vom Ziel.

Ich buche für satte 10.400 yen den Nozumi nach Shinosaka. Vorteil: Ich fahre wirklich mit dem Nozumi. Der erreicht auf freier Strecke über 300 km/h. Ich bin eine Stunde früher in Odaware. Nicht viel. Aber es könnte mich retten. Zur Not opfere ich noch mehr Geld, und fahre mit dem Taxi. Der Planungsfehler geht auf meine Rechnung. Definitiv meine Rechnung. Danke an dieser Stelle an Amex Platinum.

Keine Bahn mehr, die mich vor Mitternacht ins Hotel bringt. Kein Bus. Mir bleibt nur das Taxi. Hakone war ne blöde Idee.

Onomichi

Neue Ort. Hier gibt es über 25 kleine Tempel. Anreise mit Hindernissen: Fähre gerade noch gekriegt, dafür ist der Zug weg. Wartezeit. Dann die Erkenntnis, Züge fahren nicht durch. Enden alle eine Station vor Onomichi. Außerdem nur Locals. Fahrzeit zwei Stunden. Welchsel in Hiroshima auf Shinkansen. Gerade weg. 30min Wartezeit. So langsam war der Local die schnellere Option. Umsteigen in Mihara.

Ankuft in Onomichi. Karte gibt es am Bahnhof. Und los. Zick Zack durch die schmalen Gassen. Ein ganz anderes Japan. Etwas schäbig und verfallen. Aber spannend. Tempelsuche ist wie eine Schnitzeljagd.

Am dritte Tempel sehe ich, dass es Stempel gibt. Schnell zurück. Stempeln ist so schön japanisch. Dann merke ich, dass die Tinte auf der Karte nicht trocknet. Kaufe schnell ein kleines Notizbuch und weiter. Tempel für Tempel. Schmale Gassen, Stufen. Tempel. Alte Wohnhäuser. Onomichi hat sich gelohnt.

Trotz verspäteter Ankunft bin ich um 14:40 wieder Ab Bahnhof. Wo ist die Fähre nach Setoda? Gerade abgefahren. Mit der nächsten schaffe ich den Tempelbesuch des Kosanji nicht mehr.

Mit dem Zug nach Mihara. Dort gibt es eine Fähre um 15:40. Passt. Sogar noch Zeit für Essen. Dann die Fähre. Katamaran Schrägstrich Seelenverkäufer. Aber er schwimmt. Und schnell ist er. Verdammt schnell. In Setoda mit Anlauf zum Tempel. Habe noch 40 Minuten. Sollte reichen.

Tempel ist technicolor raibow. Irre Verzierungen. Bunt. Verspielt. Schlimmer als Nikko. Von den Farben her fast schon indisch. Bollywood-Style. Rückfahrt mit der Fähre nach Mihara und mit dem Shinkansen nach Hiroshima. In Mihara ist der Shinkansen gerade weg. Zeit für Abendessen. Kurze Überlegung ob Baseball. Fahren gerade am Stadion vorbei. Nein. Dürfen in einem der letzten Innings sein. Und auf Miyajima warten noch eine Bootsfahrt durch das Tor.

Fähre weg. 40 min. Wartezeit. Aber noch machbar. Zeit für ein zweites Abendessen. Tempura. Fahrt durch das Tor ist teuer und kurz, sollte man aber mal gemacht haben. Gerade bei Nacht. Zum Glück haben wir noch nicht Ebbe.

Miyajima und Iwakuni 2.0

Heute ist Urlaub. Bin auf Miyajima. Das Wetter ist nicht der Renner, dafür zerfließt man aber auch nicht. Klappere die ersten Highlights ab. Der große berühmte Schrein. Diesen Tempel kenne ich noch nicht. Sehr schön. Viele kleine Dinge, die ein Foto Wert sind.

Von hier aus den Berg rauf. Die Uhrzeit mahnt fast, die Seilbahn zu nehmen. Das hier ist Reloaded. Also wird gelaufen. Der Wanderpfad ist nichts für Anfänger. Knapp 2,5km bei 500 Höhenmeter, oder im Schnitt 20% Steigung. Jedes “gerade” Stück mit unter 10% wird sich rächen. Der Weg ist relativ gut. Nicht wie gestern. Allerdings ist es mehr oder weniger ein 500m hohe Treppe.  Bei Stufe 2000 habe ich aufgehört zu zählen. Meine Kniescheiben schwitzen. Muskelkraft. Bergab laufe ich das nicht. Ich brauche meine Gelenke noch.

Aussicht oben tip top. Dann rüber zur Seilbahn. Erst bergab, dann wiede fies verauf. Die Bahn ist auf dem Nachbargipfel. Stufen. Unten im Tal dann die Pagode und die Halle der 330 Tatami.

Auf zur Fähre. Iwakuni. Bin spät dran. Bahn, dann Bus. In 30 min fährt die letzte Seilbahn zur Burg. Mit Anlauf über die Brücke. Fotos auf dem Rück weg.

15:40 Gondel gerade weg. Zeit für das White Snake Museum. Albino-Schlangen. Die Mutation hat sich stabilisiert und ist jetzt normal.

Oben noch mal Fußmarsch. Burg ist sehr klein. Daür eine nette kleine Sammlung von Schwertern.

Unten zurück über die Brücke. Bezahlt ist bezahlt. Kurze Pause. Etwas essen. Hier an der Brücke gibt es kleine Buden mit Essen und Trinken. Dann die Fotos.

Brücke wird renoviert. Alles eingerüstet. Schade. Zeitstress wie 2004. Ein echter Reload.

Zurück nach Miyajima. Noch ein paar Fotos von Schrein.

Kurashiki 2.0

Standortwechsel nach Miyajima. Zwischenstop in Kurashiki. Gerate mit meinem Koffer in die Rush-Hour. Doofe Idee. Entspannt mit Shinkansen nach Okayama. Dort die Koffer parken. 700 yen. Local nach Kurashiki. Durch die Shoppingstraße rauf zum Schrein. Fotos. Runter in die Honmachi. Schöne alte Häuser mit Geschäften. So eine Art “Hüxstraße”. Nur um längen schöner. Zickzack zum Ivy Square. Abgehakt, war hier. Kurve zum Kanal. Auf einmal ist wieder Urlaub. Der Stress ist weg. Ich schlendere die Straßen am Kanal rauf und runter. Finde den Sobaladen von 2004. Pause. Mittagessen.

Zurück zum Bahnhof und weiter nach Bitchu-Takahashi. Den Ort hatte ich bei japan-guide gefunden. Naja. Jetzt nicht der Burner. Zwei alte Samuraihäuser besichtigt. Frage nach dem Weg zur Burg. Aufstieg dauert min. 1 Stunde. Taxi. Muss trotzdem den Rest laufen. Diese fiesen japanischen Stufen.

Der Weg ist echt fies. Oben die Burg ist klein. Dafür aber ein Original. WEg hat sich gelohnt. Rückweg ins Tal. Geht ganz schön in die Beine.

Expresszug nach Okayama. Shinkansen gerade weg. Alles was jetzt kommt darf ich nicht nehmen. Nozumi ist nicht JRP-tauglich. Hikari. Nein. 10 min später fährt ein Sakura. Der ist eine halbe Stunde früher in Hiroshima. Local. Dann die Fähre. Gerade weg. Wartezeit.

Ankunft im Dunklen. Wo ist das Hotel. Probiere die Straßen. Glück gehabt. Da ist es. Gut, dass ich ein paar Kanji lesen kann. Jetzt habe ich noch eine Stunde bis zur Sperrzeit. Miyajima ist um diese Uhrzeit tot. Nur noch eine handvoll Läden haben geöffnet. Richtige Wahl getroffen. Die servieren ein lokales Bier. Miyajima Pale Ale. Eine Geschmacksbombe, die man genießen muss. Auch wegen der Preise in Japan.

Nara 2.0

Heute im Programm Ikaruga 2.0 und Nara 2.0; Beide Orte habe ich seit 2004 nicht mehr besucht. In Ikaruga steht der Horyuji (Hinweis an Leute mit Reiseführer: Horyuji-Tempel ist wie LCD-Display; ji heißt Tempel, dera übrigens auch. Schreine sind Tenmangu, Jingu, Jinja, Tenjin, Hachimangu; je nach Stufe des Schreins).

Ich stehe früh auf; volles Programm; Das schöne an Tennoji: hier starten die Züge nach Nara. Dank des Rapid Express bin ich schnell da. Die Straße bis zum Ende gehen. Auf halber Strecke sollte der Lawson sein. Da ist er. Foto. Ich kaufe wieder Getränke und Sandwedges. Im Gegensatz zu 2004 heute Sonne. Dann links. Rechts die lange Baumalle direkt auf das Haupttor zu.

8 Uhr offnet der Tempel. Ich bin kurz vorher da. Zeit für Frühstück. Der Horyuji hat die ältesten Gebäude Japans. Ich verewige mich am Tempel. Cooles Konzept. Die müssen das Dach neu decken. Ich kaufe eine Dachpfanne. Mein Name wird auf die Pfanne geschrieben. Eintrag ins Tempelbuch. Wer also in Zukunft den Tempel besucht: Ein Stück des Daches (etwa 20×25 cm) gehören mir.

Um 10 Uhr bin ich wieder am Bahnhof. Zug fährt in 11 Minuten. Ich bin damit sehr gut im Zeitplan. Kurze Pause. Die Hitze macht mir zu schaffen. Irgendwie sind meine Schuhe mutiert. Vor 2 Jahren waren 10km kein Problem. Jetzt komme ich mir vor wie ein Marathonläufer. Ja ok, ich bin 10 Jahre älter und habe seit 2004 auch knapp 20kg zugelegt. Damals wog ich knapp 70 kg. Gestern auf der Waage waren ers 89kg. Aber beim letzen Urlaub war ich nur 2 Jahre jünger und wog nur 5kg weniger; und der Nakasendo mit seinen 15km war kein Gegner.

Nara. Volles Programm. Ich will um 15 Uhr an der Kintetsu sein, um die Tempel außerhalb zu besichtigen.

Starte mit den Tempeln im Süden. Ganz nett. War hier. Weiter. Im Osten steht der große Schrein. Hunderte Laternen. Das Ding ist ne Reise Wert. Dann geht es zum großen Tempel von Nara. Wirklich groß. Riesig. Das höchste Holzgebäude der Welt. Einfach irre.

Die letzten Tempel sind geschlossen oder wegen Bauarbeiten nur zur Hälfte zu sehen. Schade. 15

Wie komme ich zum Suzaku Mon? Das sind etwa 2km. Meine Füße sind rund. Taxi? Nein Zufall. Die Bahn fährt dran vorbei. Foto aus dem Fenster. Ist zwar geschummelt. Aber außer dem Tor gibt es hier nicht, außer Grundmauern und Steine. Ein Problem weniger und Geld und Zeit gespart.

Yakushiji ist direkt am Bahnhof und die Reise Wert, auch wenn gerade eine Pagode eingerüstet ist. In Japan heißt das: komplette Verhüllung.

Toshodaji auch ganz hübsch. Fällt aber unter die Kategorie: wenn man schon mal in der Gegend ist. Die Begräbnisstätte nördlich, ist nur ein See mit bewaldeter Insel. Das Satellitenbild ist 1000 mal spannender.

Weg zum Bahnhof führt mich durch schmalsten Straßen Japans. Etwa so breit wie der Gang meiner alten Wohnung. Hier mit Autoverkehr; in beide Richtungen! Rücksturz nach Osaka. Stop am Yamato-Saidaiji-Eki für eine Schüssel Ramen. Das erste richtige Essen heute. Das Sandwedge ist auch schon 9 Stunden her.

Abschluss des Tages auf 300m Höhe im nunmehr höchsten Wolkenkratzer Japans (Sky Tree fällt unter Funkturm).

Himeji und Okayama 2.0

Heute Himeji. Nara auf Morgen verschoben. Überlegung ob Okayama ebenfalls. Würde mir Luft verschaffen für Bitchu-Takahashi. Oder doch die Reste von Osaka? Nein. Okayama. Shinkansen fahren. Abfahrt in 10 Minuten. Das passt doch.

Erster Stop Okayama. Keine Ahnung wieso. Normalerweise kommt der weiter entfernte Ort zuletzt. Passieren Shin-Kobe. Wirkt wie eine Bahnstation auf dem Land. In Okayama glaube ich den Weg zu kennen. Geradeaus; große Kreuzung; links die Konzerthalle. Japp. Stimmt.

Dann rechts der Eingang zur Burg. Nehme dieses Mal einen aderen Weg. Die Burg ist schon was ordentliches.

Weiter zum Südtor des Parkes. Kurzer Stop für ein Bier. Aus einer Microbrew. Coppo. Scheckt ganz ordentlich. Probiere das Rotbier und das Extra Fruity. Das ist mit Pfirsich. Erfahre, dass es zu Valentinstag ein Schokoladenbier gibt. Japan halt.

Südeingang Park. Volle Dosis Japangarten. Wow. Zurecht einer der drei schönsten Gärten Japans. Im Park Drehung im

180 Grad. Blick auf die Burg. Postkartenmotiv.

Zurück zum Bahnhof auf nach Himeji. Bin knapp mit der Zeit. Im Eilgang zur Burg. Ist Baustelle. Trotzdem ein Kracher. Ab Ende 2015 wird das Ding ein Knüller. Die Sperrung spart mir Zeit. Positiv denken.

Auf zum Engyo-ji. Lange Anreise. Bus gerade Weg. Gehe zu Fuß. Entweder finde ich ein Taxi oder …. der nächste Bus.  Ne Menge Zeit verloren. Dann die Seilbahn. Bin um 4 Uhr oben. Habe noch eine Stunde. Anlauf. Bergauf. Der Tempel ist weitläufig im Wald verteilt. Eine eigene Welt.

Geschafft letztes Gebäude um 16:55. Jetzt mit mittlerer Geschwindigkeit zurück ins Tal, zurück zum Shinkansen und zurück nach Osaka. Das Nachtprogramm bestreitet Dotomburi. Geplant war Umeda Floating Garden, aber dafür ist das Geld zu knapp. Finde die kleinen Imbisstand von 2012.

Mozu 2.0

Osaka, Runde 2. Fußmarsch zum Shintennoji. Neben der Burg das zweite große Highlight. Jetzt weiß ich endlich, wohin die Dias gehören, die ich nicht zuordnen konnte.

Geld vergessen. Auf nach Tennoji. In der Hoffnung, dass es hier einen internationelen Geldautomaten gibt. Zeitplan und Route im Eimer. Durch den Tennoji Park geht es zum Tsutenkaku. Das Wahrzeichen von Kansei. Kein Anime in Osaka ohne Referenz auf diesen Funkturm. Die Straßen rund um den Turm sind quirlig, laut und chaotisch. Japan.

Mit Zwischenstop am Imamiya-Ebisu-Jinja zum Sumiyoshi Taisha. War 2004 hier, aber bei Nacht. Sehe den ganzen Schrein zum ersten Mal. Ein Hingucker. Die Bogenbrücke ist berühmt. Abstecher hat sich gelohnt.

Zurück nach Namba. Ausflug durch Dotomburi. Der Glyco-Man ist in Reparatur. Zum Glück hatte ich ihn 2012 auf CMOS gebannt.

Mittagessen in einem Udon-Laden. Bin 2 Stunden hinter meinem Zeitplan. Musste noch den JRP in Osaka Eki abolen. Hotelwechsel. Keine Experimente. Taxi und los. Dieses Mal habe ich ein Zimmer im Erdgeschoss.

Weiter nach Mozu. Etwas Tageslicht habe ich noch.

Wie gestern. Futondaikos werden getragen. Matsurie-Stimmung. Mehr Text, wenn ich Zeit habe. Und wenn ich raus habe, wie ich die videos von der Kamera komprimiere, dann folgend die auch noch.

5 Reisen – 5 Ideen